"Gottesdienste aktiv selbst gestalten" - Anmeldungen für Schulungen noch möglich

Im August starten neue Kurse zur Ausbildung für Liturgische Dienste im Dekanat Göttingen. Wer Interesse an der Teilnahme hat, der sollte sich jetzt noch schnell anmelden. Carolin Herbke aus der Pfarrei St. Godehard berichtet, warum sie eine Fortbildung im Bereich Liturgische Dienste absolviert hat. 

Wie lange bist du schon kirchlich engagiert?

In der Pfarrei St. Godehard bin ich jetzt seit zwölf Jahren ehrenamtlich tätig und in den letzten Jahren auch im Dekanat Göttingen.

Welche Kurse hast du absolviert?

Ich habe 2019 den Ausbildungskurs zur Gottesdienstbeauftragten bei Diakon Martin Wirth absolviert. Darin enthalten war der Kurs zur Lektorin und Kommunionhelferin, da diese Dienste von Gottesdienstbeauftragten auch ausgeführt werden im Rahmen verschiedener liturgischer Formate. 

Warum hast du dich entschieden, Aufgaben im Bereich liturgische Dienste zu übernehmen?

Weil ich Gottesdienste aktiv selbst gestalten oder mitgestalten möchte und so meinen Glauben weitergeben kann. 

Was ist für dich das Besondere an den Aufgaben? 

Dass sie so vielfältig sind. Ich leite Gottesdienste an verschiedenen Kirchorten der Pfarrei St. Godehard, in Altenheimen und auch im Dekanat Göttingen an Sonn- und Werktagen. Jedes Mal sind unterschiedliche Menschen in verschiedenen liturgischen Diensten beteiligt. Gemeinsam gestalten und feiern wir mit den Gläubigen, die zu den jeweiligen Gottesdiensten kommen. Von der Vorbereitung eines solchen Gottesdienstes, wie z.B. der Auseinandersetzung mit den Bibeltexten, der Auswahl der Lieder und Gebete usw. nehme ich persönlich schon sehr viel mit, was ich dann versuche, den Menschen weiterzugeben. Positiven Rückmeldungen motivieren mich und helfen mir, mich weiterzuentwickeln.
Man lernt im Tun – die Ausbildung ist eine gute Grundlage, aber die Erfahrungen sammelt man mit der Zeit. Bei Fragen oder Unsicherheiten kann man sich jederzeit an Diakon Martin Wirth wenden oder sich mit anderen Gottesdienstbeauftragten austauschen. 

Was kannst du über den Ablauf der Kurse erzählen?

Neben fachlichen Inhalten wird vor allem auch praktisch geübt. Wie verkünde ich einen Bibeltext, wie teile ich die Kommunion aus? Wie bewege ich mich im Altarraum? Mit welchen Elementen gestalte ich einen Gottesdienst? Es macht Spaß, gemeinsam mit anderen Menschen die Dienste zu erlernen, voneinander zu lernen, sich gegenseitig zu stärken und sich auszutauschen. 

Hast du einen Tipp für Interessierte, wie sie an einen Kurs herangehen sollten? 

Wenn man Interesse an einem Dienst hat, kann man sich nach Rücksprache mit dem Pfarrer der Heimatpfarrei einfach zum nächsten Kurs anmelden. Nach erfolgter Teilnahme und Beauftragung zum Dienst durch den Pfarrer oder das Bistum kann man selbst entscheiden, wann und wie oft man seinen Dienst tut und ob am eigenen Kirchort oder auch an anderen. 
In regelmäßig angebotenen Austauschtreffen oder Fortbildungen kann man sich mit anderen über die eigenen Erfahrungen austauschen und weiter dazulernen. 

Ich kann jedem empfehlen, sich in der Liturgie zu engagieren, wenn er oder sie sich dazu berufen fühlt. Für mich ist es ein Ehrenamt, dass mich erfüllt, in dem ich aktiv, kreativ und spirituell in Gemeinschaft mit anderen Menschen gestalten und so meinen eigenen Glauben weitergeben kann. 

Vielen Dank, Carolin, dass du die Fragen beantwortet hast! 

Übersicht der aktuellen Schulungstermine




Vera Wölk, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit