Neuer Pfarrer für St. Michael

Pater Michael Beschoner SJ ist neuer Pfarrer der Pfarrgemeinde St. Michael in Göttingen. Am 1. Advent wurde er offiziell in sein neues Amt eingeführt. Während der Heiligen Messe am Abend verlas Dechant Wigbert Schwarze die Ernennungsurkunde von Bischof Heiner Wilmer SCJ.

In der Urkunde dankt der Bischof Pater Michael Beschoner für seine Bereitschaft, die Leitung der Pfarrgemeinde St. Michael zum 1. Dezember 2025 zu übernehmen. Wigbert Schwarze selber erklärte, dass es schön sein, dass es mit Pater Michael Beschoner, Pater Wolfgang Felber und Pater Martin Müller jetzt wieder drei Jesuiten in Göttingen gebe. Zudem hieß er Beschoner herzlich willkommen. „Ich freue mich, dass wir gemeinsam den Advent feiern können“, wandte Pater Michael Beschoner an die Gläubigen in St. Michael. In einer Zeit, die nicht immer erleuchtet sei, wolle Jesus den Menschen ein Licht sein. Mit diesen Worten wurde die erste Kerze am Adventskranz in der Kirche entzündet.

In seiner Predigt ging Michael Beschoner zunächst einmal darauf ein, dass die Stelle des Pfarrers von St. Michael längere Zeit unbesetzt gewesen sei. Und er dankte Pater Martin Müller für seine geleistete Arbeit als Pfarrverwalter. Schmunzelnd sagte er zu den Gläubigen, vielleicht denken Sie, dass Sie jetzt als Verantwortung auf meine Schultern legen können. „Doch so funktioniert Kirche nicht mehr“, sagte er. Liebgewonnenes könne so lange so bleiben, wie es Leute dafür gebe. Doch die momentane Zeit sei von Veränderungen geprägt. Es betonte auch, dass auch bei den Jesuiten keine Garantie dafür gegeben werden könne, ob und wie es in einigen Jahren nach ihm in Göttingen weitergehe. Doch er selbst freue sich jetzt erst einmal darauf, das Christentum in Göttingen kennenzulernen. „Traditionen zu pflegen, gibt Sicherheit, doch das allein reicht nicht mehr aus. Vielmehr geht es darum, den Glauben und die Beziehung zu und mit Gott zu leben“, sagte Pater Michael Beschorner. Dabei sei es auch wichtig, den Glauben nicht als Vertröstung und Luxus zu sehen, sondern als eine tiefe Beziehung zu Gott. „Glaube ist etwas, um das wir täglich ringen müssen. Und es kann leicht verloren gehen durch die mediale Ablenkung“, so Beschorner. Sich auf Menschen einzulassen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen, sei eine der Herausforderungen für die Glaubensgemeinschaft. „Die Grundlage des christlichen Glaubens darf gepflegt und weitergegeben werden“, betonte der neue Pfarrer von St. Michael.

Im Anschluss an die Heilige Messe gab es einen Empfang im Pfarrsaal, bei dem Pater Michael Beschorner aus von Seiten des Pfarrgemeinderates noch einmal herzlich begrüßt wurde. Zudem hatten die Gläubigen die Gelegenheit, mit Pater Michael Beschorner ins Gespräch zu kommen.  

Vera Wölk, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit