Erstkommunion in St. Michael: Rückblick
Das große Fest ist vorbei, aber die Erstkommunionvorbereitung endet in unserer Gemeinde mit einem Ausflug an Fronleichnam.
Begonnen hatte der Tag in St. Michael, an dem Ort, an dem im November 2024 der Kurs angefangen hatte.
Alle Kinder hatten noch einmal die Albe an und wir feierten mit gemeinsamem Singen und Beten dieses Fest, bevor uns der Linienbus nach Reinhausen brachte.
Im Garten der Familie Freise hatten ein paar Eltern den Grill vorbereitet und ein köstliches Buffet aus den mitgebrachten Beiträgen der Kinder gezaubert. Spielen im Bach und auf der Wiese sowie gemeinsames Singen der Lieder zum Thema der Vorbereitung "Du trägst mich durch mein Leben" rundeten den Tag ab.
Herzlichen Dank noch einmal an alle Eltern, die sich während der Vorbereitungszeit tatkräftig engagiert und so zu einer gelungenen Vorbereitung beigetragen haben.
Michaela Engelke
Wenn ich darüber nachdenke, was ich in den letzten 9 Monaten getan habe, stelle ich fest, dass ich ziemlich viel über Gott erzählt und gehört habe. Aber da müssen doch noch andere Dinge gewesen sein… mal sehen:
Wir hatten in der Gruppe Bethlehem und darüber hinaus vom ersten Tag an eine besondere Verbindung. Grenzen waren nicht zu spüren. Es spielte keine Rolle, ob man aus unterschiedlichen Schulen kam, ob man Junge oder Mädchen ist, ob man sich kannte oder nicht. Die Aufmerksamkeit und Offenheit füreinander waren bemerkenswert.
Wir hatten Geburtstage. Alle Geburtstage fielen in die Zeit der Eko-Vorbereitung und wurden gemeinschaftlich gefeiert.
Wir Katecheten*innen hatten Vorbereitungstreffen und diese waren trotz zusätzlicher Terminbelastung im stressigen Alltag ein Ruhepol. Ein Platz für mich, spirituell aufzutanken.
Wir hatten Ausfälle, mal krankheits- mal berufsbedingt und niemals das Gefühl, dadurch anderen zur Last zu werden.
Wir hatten sehr interessierte Kinder, die sich offen in der Gruppe mitteilten, diskutierten und reflektierten.
Wir hatten viele Fragen und jede wurde ernst genommen.
Wir hatten ruhige Stunden, in denen die Kreativität frei fließen konnte und kraftvolle Bilder und Bastelarbeiten entstanden.
Wir hatten viele Pausensnacks, die ohne Frage und selbstverständlich aufgeteilt wurden.
Wir hatten viele Emotionen; haben uns gebogen vor Lachen beim „Blinzler-Spiel“, waren nachdenklich bei der „Bäcker-Geschichte“, uns war mulmig beim Sakrament der Versöhnung, waren Müde früh Morgens im Gottesdienst, waren traurig als alles vorbei war, waren fröhlich unzählige Male… und alles immer gemeinsam.
Und hatte ich schon gesagt, dass wir sehr viel Spaß und Freude hatten? Hatten wir!
Offensichtlich hatten wir einen sicheren Ort, furchtlos, eine schützende Gemeinschaft, in der das alles möglich war. In der wir uns öffnen konnten.
Als mein Sohn zur heiligen Erstkommunion wollte, stand für mich fest, dass ihn als Katechet begleiten möchte. Ich hatte die Idee, eine ganz besondere Zeit und tiefe Verbindung zu schaffen – Erlebnisse zu teilen, die nicht alltäglich sind und bleiben. Und das wurde erfüllt, nicht nur mit meinem Sohn.
Vielen Dank liebe Erstkommunionskinder für die erfüllte Zeit!
Vielen Dank liebes Vorbereitungsteam für den perfekten Rahmen!
Ich habe viel Zeit investiert und zeitloses Glück und Zufriedenheit wiederbekommen. Ich wurde wunderbar durch diese Zeit getragen.
Habe ich am Ende jetzt doch über Gott gesprochen, wenn ich von dieser erlebten Gemeinschaft erzähle? Vermutlich!
Jan Nunnink
Der Weg zur Erstkommunion an Pfingsten 2025 - aus Elternsicht
Als Mitte November 2024 die Vorbereitung auf die heilige Erstkommunion startete, begann nicht nur für die Erstkommunionkinder von St. Michael eine spannende Zeit. Auch die Eltern und Geschwister der Kinder waren stets eng in die Geschehnisse mit eingebunden und konnten so hautnah miterleben, wie die Kinder sich auf einen Weg machten, der am Pfingstsonntag, den 8. Juni, seinen Höhe- und Abschlusspunkt fand.
Die zu Beginn der Vorbereitungszeit in zwei Gruppen aufgeteilten zehn Erstkommunionskinder fanden schnell zueinander. Dank der Katechetinnen und Katecheten entstand in den wöchentlichen Gruppenstunden eine Atmosphäre, die nicht nur mit der nötigen Ernsthaftigkeit auf das Sakrament der Eucharistie vorbereitete, sondern den Kindern auch die Freude am gemeinsam beschrittenen Weg vermittelte. Dementsprechend kamen auch Pausen mit gemeinsamen Spielen auf dem Kirchhof nicht zu kurz.
Kurz vor Weihnachten bereiteten sich die Erstkommunionskinder dann auf die Sternsingeraktion 2025 vor, welche Anfang Januar mit großem Eifer begangen wurde. Die Sternsinger sammelten dabei für caritative Projekte in Afrika und Mittelamerika und lernten viel zum Thema Kinderrechte.
Ein weiterer Höhepunkt des Frühjahres stellte dann die Vorbereitung auf das Sakrament der Versöhnung, welches mit einer erstmaligen Beichte einherging, dar. Hier war dem einen oder andern Erstkommunionkind dann doch etwas mulmig zu Mute. „Worüber soll ich im Beichtgespräch reden? Was kommt da eigentlich auf mich zu? Ist das so eine Art Verhör?“. Die Fragen waren vielfältig, ein gewisses Unbehagen einigen Kindern ins Gesicht geschrieben. Alles, so zeigte es sich aber schnell, unbegründet. Auch, natürlich, dank der einfühlsamen und stets freundlichen Art Pater Müllers, der die Kinder während ihrer Vorbereitungszeit eng begleitete.
So ging die Zeit bis Pfingsten, trotz des vielfältigen Programms, dann auch schneller rum als erwartet. Und auch wir Eltern waren gefühlt immer irgendwie nah dabei. Da gab es neben den Elternabenden auch das gemeinsame Basteln der Erstkommunionskerzen. Beim Bringen und Abholen der Kinder auf dem Kirchhof ergab sich die Gelegenheit zum Gespräch mit den Katechetinnen und Katecheten oder dem Vorbereitungsteam.
Dann stand auch schon Pfingsten vor der Tür. Die verbliebene Zeit stand im Zeichen der direkten Vorbereitung auf den Erstkommunionsgottesdienst, in dem die Kinder auf vielfältige Weise eingebunden wurden. Und die Vorfreude stieg! Die Tage wurden gezählt und die festliche Kleidung für den besonderen Tag wurde bei Eltern, Geschwistern und Kommunionkindern zurechtgelegt.
Dann war der große Tag endlich da. Auch wenn es das Wetter mit der Festgemeinde nicht ganz so gut meinte, war die Freude trotzdem riesengroß. Im festlichen Zug zogen die Kinder in eine voll besetzte Kirche ein. Der Gottesdienst war geprägt von stiller Andacht, frohen Liedern und strahlenden Erstkommunionskindern. Es war ein Fest im besten Sinne des Wortes, in dem viele den Geist des Herrn in der Mitte der Gemeinde gespürt haben werden!
Den Abschluss der diesjährigen Erstkommunionvorbereitung bildete dann ein Gottesdienst samt Prozession auf dem Kirchhof an Fronleichnam mit anschließendem Ausflug nach Reinhausen. Hier wurde bei bestem Wetter in einem großen Garten gespielt, gegrillt und gesungen.
Als unsere Tochter Martha gefragt wurde, ob ihr irgendetwas an der Vorbereitungszeit nicht gefallen hat, antwortet sie: „Das wir uns jetzt nicht mehr alle regelmäßig treffen.“ Das sagt eigentlich auch schon alles. Die Kinder haben die Gruppenstunden nicht als lästige Pflicht empfunden, sondern das Zusammensein in der Gruppe auf dem gemeinsamen Weg genossen.
Großen Anteil daran hatten die Katechetinnen und Katecheten sowie die Mitglieder des Vorbereitungsteams und natürlich Pater Müller. Ihnen allen sei an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für ihr vielfältiges, einfühlsames und großes Engagement gesagt!
Für alle Beteiligten war das Sakrament der heiligen Erstkommunion in St. Michael ein Fest der Freude. Bei einem sich zufällig vor einiger Zeit ergebenen Gespräch mit einem schon im Ruhestand stehenden Jesuitenpater sagte dieser mir, dass Erstkommunionskinder ein Geschenk für die ganze Familie sind. Rückblickend bleibt zu sagen, dass er absolut recht damit hat. Versuchen wir, die Freude als Stärkung im Glauben in den bald wieder hektisch gewordenen Alltag hinüberzuretten und seien wir dankbar für das unseren Familien zuteilgewordene Geschenk in Form unserer Erstkommunionskinder.
Christian Lockmann
Meine Erstkommunion: „Du trägst mich durch mein Leben“
Am 08.06.2025 hatten 10 Kinder und ich unsere Erstkommunion in der Gemeinde St. Michael. Wir haben uns lange dafür vorbereitet. Wir waren zwei Gruppen, in jeder Gruppe waren 5 Kinder. Ein Kind kam aus Frankreich noch dazu. Am besten fand ich, dass meine beste Freundin Frida dabei war.
Es gab eine Betlehem Gruppe und eine Jerusalem Gruppe, in der ich war. Unsere Katechetinnen waren sehr nett. Wir haben gesungen, gemalt und gespielt. Unsere Kommunionsvorbereitung war jeden Dienstag. Außerdem haben wir sonntags mit allen Kommunionskindern zusammen Gottesdienst gefeiert. Besonders toll war, dass wir zum Fest der Heiligen drei Könige als Sternsinger für die Leute singen durften. Ich war Balthasar.
Zu der Vorbereitung gehörten auch drei Kommunionskindertage. An diesen Tagen haben wir etwas Besonderes mit beiden Gruppen zusammen gemacht. Am ersten Tag konnte ich leider nicht dabei sein, am zweiten Tag war Fest der Versöhnung und am dritten Tag waren wir im RUZ und haben über das Thema Brot geredet und Brot gebacken. Besonders schön war der Gottesdienst unter freiem Himmel mit Pater Müller.
An dem Tag der Erstkommunion waren wir alle sehr aufgeregt. Wir durften die gesegneten Hostien essen und den gesegneten Traubensaft trinken. Außerdem haben wir alles Selbstgebastelte mit nach Hause genommen.
An Fronleichnam hatten wir noch einen letzten Ausflug. Wir waren in Reinhausen, dort wurde gegrillt und wir durften im Bach spielen.
Ich bedanke mich bei den Katechetinnen für alles!
Rosa Änni Tiburcy



