Christ, der Retter ist da! - Festliche musikalische Weihnachtsvesper

Mit Musik von H. Purcell, J.-S. Bach, G. Ph. Telemann, E. Köhler und John Gardner

 

 

Den krönenden Abschluss der beiden Hauptfeiertage bildet schon seit vielen Jahren die musikalische Vesper am zweiten Feiertag. Die vier hochkarätige Musikerinnen erzeugten einen wunderbaren Noten- und Klangteppich, eine gefüllte Stille in der wunderbar, von Sylvio Krüger geschmückten Kirche.

Es gab folgendes Programm:

Nach der Eröffnung folgte der Hymnus: Martin Luthers Vom Himmel hoch wurde abwechselnd Vorsänger / Alle gesungen. Das erste musikalische Stück war Sound the Trumpet von H. Purcell. Dann sang die Gemeinde den weihnachtlichen Psalm 151. Es schloss sich ein herrlich leichtes Ich steh an deiner Krippen hier von J. S. Bach an.

In der Lesung hebt Paulus in einem knappen, aber dichten Text auf die Güte und Menschenliebe Gottes ab. Vier Mal ist in den wenigen Zeilen von Christ, dem Retter die Rede - der Schlusszeile des bekannten Stille Nacht. In seiner Auslegung stellte P. Hösl dem weit verbreiteten Nützlichkeitsdenken ("Was bringt mir das?), das auch die Gottesvorstellung erreicht hat, das biblische, finale Denken gegenüber. Wenn der Psalmbeter spricht Meine Hilfe ist im Namen des Herrn, dann ruft er kein Instrument, keine Medizin oder keinen Angestellten auf, der ihm seine Lebensprobleme abschaffen soll, sondern er versichert sich seines Zieles und seiner Zuflucht.

Ein Allegro aus Quartett g-Moll von G. Ph. Telemann ging der Predigt voraus, Emmy Köhlers Nå Tennes Tusen Julelys folgte ihr. Zum Magnificat standen wieder alle auf und es wurde der Altar inzensiert. Es folgten Fürbitten und Vater unser. Tomorrow shall be my dancing day (John Gardner) war das letzte Instrumentalstück.

Nach dem Schlussgebet gab es großen Applaus für die vier Musikerinnen. Und ganz zum Schluss gab es das Weihnachtslied in der abgedunkelten, von Kerzenlicht erhellten Michaelskirche, bei dem es in der Schlusszeile heißt: Christ der Retter ist da!