Deutschland - Italien

Nightfever während der Fußball-EM

 

 

 

 

Zwei

Dinge machten dieses Nightfever Göttingen zu etwas Besonderem: Wir konnten zum zweiten

Mal gemeinsam mit der italienischen Gemeinde feiern und es ist Fußball-Europameisterschaft.

Vor der Kneipe gegenüber gab es die Gelegenheit, die Spiele zu sehen. So

mischten sich, je nach Standort, Orgelklänge in die Fußballreportage oder

Fangesänge in die Anbetungsmusik. Einfach schön, mitten im Leben Gottesdienst zu

feiern!

 

Für

manche Passanten stellte sich die Frage: Gehe ich nachrechts zum Fußball oder

nach links in die Kirche oder mache ichbeides nacheinander?

 

Der

EM-Spielplan kam uns zugute: Weder Deutschland noch Italien mussten spielen, so

konnten wir in Ruhe Nightfever feiern. Sechs Länder waren am Samstag beim

Fußballaktiv, die Nightfever-Aktiven kommen nicht nur aus Deutschland und Italien,

sondern auch aus Tschechien, Österreich, der Schweiz, Indien und Costa Rica –

bei der EM dürften die gar nicht alle mitspielen – haben polnische und

kroatische Vorfahren.

 

 

 

15:00 Uhr:

 

Anstoß

Albanien – Schweiz, die ersten Nightfever-Helfer treffen ein.

 

 

16:50 Uhr:

 

Die

Schweiz hat 1:0 gewonnen, auch in der Kirche dominieren jetzt die Farben Rot

und Weiß.

 

 

 

18:00 Uhr:

 

Anstoß

Wales – Slowakei, letzte Orgelprobe.

 

 

 

18:30 Uhr:

 

Die

Sakristeiglocke läutet die Messe ein, es steht 1:0, die Kirche ist fast voll,

offenbar gibt es inzwischen auch viele Nightfever-Fans. Pater Theo Schneider SJ

und Fra Anto Rados OFM, ein Italiener aus Kroatien, zelebrieren die Messe,

Diakon Martin Wirth assistiert und predigt, bei den Ministranten dominieren die

Inder.

 

 

 

19:16 Uhr:

 

Die

Slowakei gleicht aus, wir bekennen unseren Glauben.

 

 

 

19:48 Uhr:

 

Fußballspiel

(2:1 für Wales) und Messe sind zu ende. Die Fans verlassen das Stadion in Bordeaux,

die meisten Gläubigen bleiben in der Kirche, manche sagen: Wir kommen später

wieder – und machen es auch.

 

 

 

21:00 Uhr:

 

Anstoß

England – Rußland.

 

 

 

21:50 Uhr:

 

Es

kommen noch einmalauffallend viele Menschen in die Kirche – liegt es daran, dass

gerade Halbzeit ist? Wohl nicht, denn die meisten bleiben länger.

 

 

 

22:30 Uhr:

 

Das

feierliche Nachtgebetbeginnt, England ist gerade in Führung gegangen.

 

 

 

22:47 Uhr:

 

Mitten

im Nunc dimittis hört man Jubel: Rußland hat in letzter Minute den Ausgleich

geschafft.

 

 

 

23:00 Uhr:

 

Glockengeläut

beendet den Nightfever-Abend und begleitet auch die Fußballfans auf ihrem Heimweg.

 

 

 

Das

nächste Nightfever wird dann wieder zu „normalen“ Zeiten stattfinden, am

Freitag, dem 2. September 2016. Das Nightfever-Team verändert sich ständig,

weiljunge Leute öfter mal die Stadt wechseln, und freut sich daher immer über

Neue, egal aus welchem Land.

 

 

 

Michael

Recke