Geh in Deinen eigenen Schuhen! - Geistlicher Abschluss der Boni II in St. Paulus

Gottesdienst mit eingebauter Schuhausstellung

Unter dem Motto Ich bin bei dir allezeit... Auf Spurensuche mit Gott fand am Donnerstagvormittag in Sankt Paulus der Abschlussgottesdienst der 10. Klassen statt. Der Gottesdienst kreiste um Wörter wie Schuhe, Schreiten, Tritt, Sohle, Spuren, usw.

Nach dem Eingangslied stellten Dean, Marvin und Florian ihre Schuhkollektion vor. Da war alles dabei: von den abgelaufenen Sandalen, über die High Heels von Mutti bis hin zum exquisiten Herrenschuh. Jeder Schuh hinterlässt andere Spuren. Welche Spuren wollen die Schulabgeher 2013 hinterlassen?

Von ganz besonderen Spuren erzählte Ivana mit dem berühmten Gedicht Spuren im Sand. Dieser bekannte Text macht deutlich, dass man im Leben auch Gottes Fußspuren feststellen kann, gerade dann, wenn man sich von Gott verlassen fühlt.

Verlassen von Jesus fühlten sich auch die Emausjünger als sie Jerusalem verließen, wie man anschließend im Evangelium zu hören bekam. Wie mögen sie, nach dem Desaster "mit Jesus aus Nazareth" (Lk 24,19), sich gefühlt haben? Ob sie in flotten Turnschuhen geflohen sind, weil sie annehmen mussten als Nächste auf der römischen Abschussliste zu stehen? Oder ob sie trotzig rausstampften, weil sie auf einen Guru reingefallen waren?

Mit welcher Stimmung mögen die Bonis abgehen? Froh, traurig, trotzig, optimistisch? Das wird wohl von Fall zu Fall anders sein. Wichtig aber ist, wie die Emausjünger nach Jerusalem (wieder) reingegangen sind. "Noch in der selben Nacht brachen sie auf..." heißt es. Das klingt ziemlich entschlossen. Kein Wunder: Sie hatten den auferstandenen Christus erfahren und ihn im Gepäck. Und mit dieser Erfahrung und den Werten für die dieser Jesus steht, kann man gut in das kommende "Jerusalem" hineingehen, wie immer das für die 10. Klässler in ihrem Fall aussehen mag, ob es die neue Schule oder die erste Lehrstelle ist.

Fürbitten und ein Segensgebet schlossen den Gottesdienst ab, den wieder viele mit vorbereitet und gestaltet haben. Wir wünschen den Boni II - Abgängern Gottes Segen und den anderen - bald - frohe Ferien!