Gott suchen und finden

Firmvorbereitung startet in der Citykirche Sankt Michael

Mit 46 Firmlingen und zwölf Katecheten ist am Samstag die Firmvorbereitung in Sankt Michael gestartet. Bei so einer großen Gruppe galt es erst einmal, sich gegenseitig kennenzulernen. Das theologische Thema des Tages war die eigene Glaubensbiografie und Gott Vater.

Pünktlich um 10 Uhr hatten sich alle versammelt und Miriam Mallek, die im Leitungsteam der Katecheten Verantwortung für die inhaltliche Gestaltung trägt, begrüßte die Jugendlichen und Katecheten. Doch wie soll sich so eine große Gruppe kennenlernen? Unterschiedliche Spiele halfen dazu, zumindest ein paar neue Namen und Gesichter zusammenzubringen. Ein bisschen einfacher wurde das, als sich zum ersten Mal in den Kleingruppen getroffen wurde. Elf oder zwölf Firmlinge bilden mit zwei KatechetInnen eine der vier Kleingruppen, in denen intensiver und vielleicht auch etwas persönlicher gesprochen werden kann.

Nach all dem Kennenlernen war es dann Zeit für eine Stärkung beim gemeinsamen Mittagessen. Im Anschluss daran gaben zwei Katechten – Lisa und Milan – ein persönliches Glaubenszeugnis. Es war spannend zu hören, wie die beiden ihren Weg zum Glauben gefunden haben bzw. immer wieder neu nach Gott in ihrem Leben gefragt, gesucht und IHN schlussendlich auch entdeckt haben - wenngleich dieser Weg natürlich lange nicht abgeschlossen ist. In den Kleingruppen hatten dann die Firmlinge die Möglichkeit, ihren eigenen Glaubens- und Lebensweg zu reflektieren.

Dass die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse – z.B. zur Erschaffung der Welt – nicht im Gegensatz zu den Aussagen der Bibel stehen, wurde von Pater Rieder SJ in einem Impuls ausgeführt. Bei den Schriften der Bibel gehe es immer um die Beziehung von Gott zu seiner Schöpfung, bis hin zu mir, zu meinem persönlichen Leben. Jesus lehre uns zudem, Gott als Vater anzusprechen und so eine vertrauensvolle und persönliche Beziehung zu diesem Weltenschöpfer aufzubauen, so P. Rieder SJ.

Damit ist dann auch das „Ziel“ der Firmvorbereitung in Sankt Michael umrissen: Den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, ihren eigenen Glauben zu reflektieren, ihn mit ihren Erfahrungen abzugleichen und eine persönliche Gottesbeziehung aufzubauen, damit sie bewusst und klar entscheiden können, ob sie am 29. Juni gefirmt werden wollen.

Bis zum Juni treffen sich die Firmlinge zu drei weitere Samstagen, feiern Ostern zusammen und nehmen an der 72-Stunden-Aktion des BDKJ teil. Viele Möglichkeiten, um als Gemeinschaft zusammenzuwachsen und all den Fragen nach dem Glauben nachzugehen.