Grübeln, Grillen und Chillen!

Der Gesamtverband der kath. Kirche in GÖ trifft sich zur traditionellen Grillfeier auf dem Pfadfindergelände in Holzerode

 

Alle Jahre wieder

trifft sich der Gesamtverband der katholischen Kirchengemeinden Göttingens einmal auf dem Pfadfindergelände in Holzerode. Der Gesamtverband (GV), das sind die Spitzen der Kirchenvorstände der vier Gemeinden - im Fall von Sankt Michael gehören als Delegierte dazu: Susanne Kittel, Marion Kuß, Hubert Schmoll und Pfarrer Hösl. Die Aufgabe des GV ist im Besonderen über die Verwendung des Kirchengeldes zu entscheiden, das - anders als die Kirchensteuer etwa - den Gemeinden Göttingen 100% zur Verfügung steht. Mit diesem Kirchgeld werden Dinge repariert und finanziert, die eine Gemeinde alleine überfordern würden.

Dechant Wigbert Schwarze eröffnete das Treffen im Grünen bei sommerlichen Temperaturen und leitete die Sitzung. Zum ersten Mal stand die neue Rendantin Linda Schneider im Focus, aber ihr Vorgänger Karl-Heinz Ringel war i.R. (in Rufweite), genauer gesagt am Grill mit Vorbereitungen tätig und jederzeit ansprechbar.

Aber vor dem Essen wurde getagt! Die Regularien wurden abgehakt und dann kam es zum Eigentlichen: der Abstimmung über die Anträge! Maria Frieden etwa bat um Unterstützung für eine notwendig gewordene Einbruchssicherung, einen neuen Lautsprecher unter der Orgel und einen Beamer. In St. Godehard waren viele kleinere Reparaturen fällig geworden. Außerdem hat der Diakon dort, Martin Wirth, die Werktagskapelle neu gestaltet. Auch in St. Paulus gab es fällige Arbeiten in Sakristei und Pfarrbüro.

Den Löwenanteil der diesjährigen Gelder bekommt freilich Sankt Michael für die Innenrenovierung! Man hatte sich zwar in den letzten Jahren - so Marion Kuß vom KV - bewusst sehr zurück gehalten, aber es ist dennoch ein großes Zeichen von Solidarität, dass - wie beim GV als Richtlinie üblich - 40% des Gemeindeanteils an der Innenrenovierung (der beträgt gut 100 000 EURO! Allerdings ist da die hinzugefügte Fußbodenheizung noch nicht mit "drin"!) zugestanden werden. Über einen so großen Antrag stimmt der GV nicht alle Jahre ab.

Noch seltener ist, dass alle - also auch der Sankt Michael-Antrag - einstimmig angenommen werden! Die Sankt Michael Vertreter(innen) bedankten sich auch herzlichst bei den anderen für die tolle Unterstützung! Überall gingen alle rechten Hände hoch! Auch das ein weiteres kleines Zeichen, dass man längst dekanatsweit denkt und sich von kleinkarierter Kirchturmpolitik verabschiedet hat.

Inzwischen waren die ersten Steaks fertig, die zeitgleich mit Dechant Schwarzes Schlusswort auf dem Teller landeten. Jetzt gab es Smalltalk, Radler, gegrillten Schafkäse und Würstchen...