Impuls Juni 2022

Pfingsten: beGEISTert sein

Die Sache Jesu braucht BeGEISTerte.
Sein Geist sucht sie auch unter uns.
Er macht uns frei, damit wir einander befrein.

 

Im Lied von Alois Albrecht heißt es:

Die Sache Jesu braucht BeGEISTerte.
Sein Geist sucht sie auch unter uns.
Er macht uns frei, damit wir einander befrein.

Wer friedlos ist, wer Hass im Herzen trägt,
wer entzweit lebt, wer befreit sie zum Frieden?

Wer verzweifelt ist, wer verbittert klagt,
wer entfremdet lebt, wer befreit sie zur Hoffnung?

Wer herzlos ist, wer eiskalt rechnet,
wer über Leichen geht, wer befreit sie zur Liebe?

Wo Fronten sind, wo Grenzen trennen,
wo Mauern steh'n, wer befreit uns zum Gespräch?

Wo Schreie sind, wo Hunger herrscht.
Wo Elend haust wer befreit uns zur Gerechtigkeit?

Wo Kriege sind, wo Schüsse fallen,
wo Gefangene leiden, wer befreit uns zum Leben?

 

BeGEISTert sein fasziniert, reisst mit, macht Mut.

Wir feiern im Juni Pfingsten, das „BeGEISTerungsfest“ und dann Fronleichnam, das Fest, bei dem wir als Christen unsere BeGEISTerung in die Welt hinaustragen.

 

Die Botschaft von dem einen Gott, der den Menschen, der uns liebt, der uns als glückliche Menschen erschaffen hat, hat Jesus uns vorgelebt und in vielen Bildern und Taten in die Praxis übersetzt. Die Sendung des Heiligen Geistes soll die Brücke zwischen Jesus und uns in der heutigen Zeit schlagen:

 

In der Apostelgeschichte heisst es (Apg 2,1-6):
Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort.          

Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren.

Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder.

Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.  

In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.  

Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden.      

 

Jede Zeit braucht diese beGEISTerten Menschen, die uns, die andere mitreißen in das „Reich Gottes“.

 

Ich freue mich, wenn ich solch beGEISTerte Menschen / Momente erlebe.

Gerade die vergangene Woche, als in der Sendung „Lanz“ der Politiker Carsten Linnemann aus voller Überzeugung seine Sicht auf Gestaltung von Politik, Gesellschaft, Miteinander Leben dargestellt hat, ohne jegliche Taktiererei, rhetorischem Geplänkel, einfach aus einer tiefen Verwurzelung in einem christlichen Weltbild (ohne, dass ich weiß, ob Herr Linnemann praktizierender Christ ist). Da kam für mich das christliche Menschen und Gesellschaftbild durch, wie es in unseren Alltag überführt werden könnte.

Ich freue mich, wenn unsere Außenministerin Annalena Baerbock die schrecklichen Ereignisse der Kriege so ausspricht, wie sie sind.

Wenn Menschen unermüdlich für den Erhalt der Schöpfung kämpfen.

Wenn Menschen anderen Menschen, die in Not sind, unermüdlich helfen.

 

Ich fasse Hoffnung und Zuversicht, und bekomme Lust, mich selbst beGEISTern zu lassen.

 

Ich wünsche euch / Ihnen ein gesegnetes und beGESITertes Pfingsfest.
Und ein österliches, Andere beGESITerndes Lächeln an Fronleichnam.
 

Thomas Schink