Karfreitagsliturgie für Kinder

Die traurige Geschichte von Jesu Tod, einfühlsam und symbolisch in Szene gesetzt von Annette Stechmann

Den Karfreitag zu vermitteln war noch nie leicht. Und heute scheint es besonders schwer zu sein. Vielleicht liegt das daran, dass so vieles "weggebrochen" ist. Übrig bleibt die Geschichte eines blutigen Gemetzels

bei dem sich der Zeitgenosse fragt: Was hat das mit meinem Leben zu tun? Was soll mir das sagen? Muss das sein? Muss man gar Kinder damit behelligen?

Und doch gibt es auch gegenteilige Erfahrungen. Diese, so oft erzählte, vertonte und bebilderte Geschichte fasziniert immer noch wie keine andere. Es steckt so vieles drin, was wir Menschen aller Zeiten nur allzu gut kennen: Freundschaft, die verraten wird, Einsamkeit, Schmerz, Grausamkeit, Spott...

Annette Stechmann hat es wunderbar verstanden ganz nahe am biblischen Text zu bleiben und ganz nahe bei den Kindern (und deren Eltern!) zu sein. Ohne inhaltliche Abstriche und doch ganz allgemein verständlich erzählte sie die Geschichte vom Tod Jesu auf sehr eindrückliche Weise.

Ein kleiner Liedvers und ein paar Symbole bebilderten die Liturgie. Diese begann in einer fast ganz dunklen Kirche. Nur am Altar brannten sieben Kerzen. Annette Stechmann warf sich vor diesem Altar in der Prostratio zu Boden. Und dann erzählte sie in sieben Abschnitten von Jesu Geschick an seinem letzten Tag. Immer wenn eine Erzähl- und damit Leidenseinheit berichtet worden war, durfte ein Kind eine Kerze am Altar auspusten und Frau Stechmann legte ein Symbol vor dem Altar ab: Ein Säcklein mit 30 Silbermünzen, eine Dornenkrone... Oben auf dem Altar brannten immer weniger Kerzen und unten lagen immer mehr Symbole. Schließlich wurde auch die letzte Kerze ausgepustet... In einem zweiten großen Teil des Gottesdienstes verehrten dann die großen und kleinen Gottesdienstbesucher das Kreuz mit Blumen.