Neues aus dem Michaelsviertel

Die Anrainereinrichtungen treffen sich zum halbjährlichen gemeinsamen Frühstück

Zwei Mal im Jahr treffen sich die im Michaelsviertel sich befindlichen katholischen Einrichtungen zum gegenseitigen Update. Diesmal öffnete das ANCORA - Beratungszentrum seine Pforten. Mit dabei waren: Frau Annette Karr-Schnieders (Eheberatung), Wolfgang Friedl (Lebensberatung), Sigrud Nolte (Jugend), Peter-Paul König (KHG), Eberhard Walter (Mittagstisch) sowie Manfred Hösl (Jesuiten, Gemeinde und Citypastoral). Wie immer begann das Treffen mit einem leckeren Frühstück und Smalltalk, bei dem besonders Wolfgang Friedl von seinen Erfahrungen auf dem Jakobsweg nach Santiago di Compostella berichtete.

In der anschließenden Runde erzählte man sich von den Freuden und Leiden der jeweiligen Arbeit. W. Friedl merkte an, dass das Psychatrieforum bereits zum 17. Mal stattfindet. Dabei treffen sich psychisch kranke Menschen, Menschen in helfenden Berufen und Angehörige von Patienten zu einem gemeinsamen Austausch. Die drei unterschiedlichen Sichtweisen werden dabei als gegenseitig sehr bereichernd wahrgenommen.

Annette Karr-Schnieders von der Eeheberatung befürchtet im Zuge der generellen Spartendenz des Bistum Kürzungen, die insbesonere die Honorarkräftestruktur gefärden könnte. Hoffen wir mal, dass sich die groben Andeutungen aus Hildesheim nicht allzu sehr verdichten.

Auch Peter-Paul König von der KHG fürchtet Opfer von Sparmaßnahmen zu werden. Im Vergleich mit anderen, kleineren KHG-Standorten steht die KHG noch vergleichsweise gut da - hoffen wir, dass dies so bleibt. Immerhin kann die KHG in diesem Jahr ihr hundertstes Bestehen feiern und es knallen im grauen Haus die Korken! Ebenfalls positiv ist, dass der neue Kaplan, P. Hans-Martin Rieder SJ, voraussichtlich drei Jahre bleiben kann und nicht - wie seine Vorgänger - nur zwei Jahre.

Der Mittagstisch muss keine Personalstreichungen vermelden - im Gegenteil! Dennis Coulibaly hat seine halbjährliche Probezeit bestens absolviert und wird dauerhaft im Team mitwirken. V.a. in der Urlaubszeit soll er Anna Werner-Parker vertreten und sie überhaupt entlasten. - Immer wieder gibt es Fragen und Anfragen, ob und wie der Mittagstisch aufgestellt ist, ob sich die Lage mit den Gästen gebessert oder verschlechtert hat, ob die Flüchtlingskrise im Mittagstisch wahrnehmbar ist, usw. Eberhard Walter, Koordinator des Mittagtisches, kann keine signifikante (negative) Veränderung in der Turmstraße beobachten. Freilich wird es immer bleibende Herausforderungen geben, z.B. in Sachen Hygiene. Da gilt es eben permanent am Ball zu bleiben, damit Unsitten erst gar nicht einreißen.

Positiv zu vermelden ist die Anschaffung einer Waschmaschine mit Trockner, so dass die Geschirrtücher nicht mehr von Ehrenamtlichen zuhause gewaschen werden müssen. Und man möchte wieder bei der KAUFPARK-Aktion Miteinander-Füreinander mitmachen. Um die 70 Einrichtungen - meist von Ehrenamtlichen betrieben - sind hier dabei und vernetzen sich. Schon deshalb will man (wieder) mitmachen, so Eberhard Walter.

P. Hösl kann den erfolgreichen Kaplanwechsel vermelden und den 80. Geburtstag des Seniors Wolfgang Müller SJ. Insgesamt ist die Göttinger Kommunität aufgrund des Kaplans und P. Recktenwald (Agrarstudent) eine vergleichsweise junge Kommunität. Das wird leider nicht immer so bleiben können, aber Göttingen ist ein lukrativer Studienort - auch für Jesuiten.

In der Citypastoral hat es faktisch eine Verlagerung gegeben: P. Hösl hat seit der Innenrenovierung mehr Gemeindearbeit betrieben, während Theo Schneider im Team mit Regina Möhring und Stefanie Florenz sich um die Cityseelsorge kümmern. Aber die Grenzen bleiben fließend und es gibt viele Überscheidungen.

In der Gemeinde konnte der Kindergarten wieder bezogen werden. Zwar braucht es noch Außenarbeiten, aber innen ist die Kita schon fertig geworden. Die Erzieherinnen um Christina Daniel-Krauß haben im Umzugsjahr im Ecxil in der Käthe kollwitz Schule Grandioses geleistet. Marion Kuß sorgt für eine enge Abstimmung von Kita und Gemeinde. Dank an die Stadt, die sich hier mächtig ins Zeug gelegt hat (und dies hoffentlich auch weiterhin tun wird...), konnte der Kindergarten umfassend renoviert werden.

Schwierigkeiten bereitet der "Umzug" der Homepage. Der ist in Sankt Michael immer noch nicht erfolgt und man wird sehen, ob die neue Homepage den Erfordernissen des speziellen Kirchortes Sankt Michael wirklich Genüge leisten kann.

Leider war die Zeit wieder einmal zu schnell vorbei, so dass nicht einmal alle Punkte angesprochen, geschweige denn dikutiert werden konnten. Am wichtigsten aber ist: Die Stimmung im Viertel ist gut und die Wege sind kurz!