Neues vom Bauausschuss

Themen u.a.: Sakristei, Kirchenbänke, Beichtraum

 

Am Freitag den 13. traf sich der wenig abergläubische und ziemlich unspiritistische Bauausschuss um gemeinsam weitere Details abzusprechen und grünes Licht für weitere Aufgabenverträge zu geben. Leider hat sich in den letzten Wochen doch eine Verzögerung ergeben. Architekt Guido Hülsmann meint zwar, dass dies wieder reingeholt werden kann, plädiert aber – sicher ist sicher – doch für einen Einweihungstermin nach den Sommerferien. Der soll auch in einigen Wochen, nach Rücksprache auch mit dem Bistum, festgezurrt werden, damit alle den Urlaub planen können.

An Einzelthemen wurde besprochen:

Bei der Gestaltung der Sakristei gilt es auf knappem Raum zu agieren, um möglichst viel auf geringer Fläche unterzubringen. Soll auch hier teurer Lavabasalt als Bodenbelag reinkommen? Oder doch Linoleum oder gar PVC? Was ist mit drohenden Wachsflecken? Was ist schöner, was ist leichter zu reinigen? Sylvio Krüger soll hier das letzte Wort haben. Vereinbart wurde nach draußen eine feste, sichere Türe mit undurchschlagbarem Glas zu machen. Ein Telefon soll ebenfalls rein, aber eine Klingelanlage braucht's nicht.

Die neuen Kurzbänke sollen an der Sitzfläche und im Rücken jetzt doch gepolstert sein. Nur im vorderen Hauptteil wird es (hochklappbare?) Kniebänke geben. Ob es noch Haken für Handtasche oder Hut braucht wurde unterschiedlich beurteilt.

Der Beichtraum wird prinzipiell so wie bisher funktionieren. Gerne aber würde man eine grelle „Ampelsignalanlage“ in Rot und Grün vermeiden. Aber man muss auch klar wissen, ob gerade „jemand drin ist“. Neu ist, dass man auch im Sitzen anonym wird beichten können. Freilich soll man auch klassisch knien können. Haltegriffe sollen es es zudem älteren Pönitenten ermöglichen sich leichter hochzuziehen.

In Puncto Osterleuchter strebt man eine mobile Lösung an, d.h. während der Osterzeit kommt der bisherige gewichtige Osterleuchter in den Altarraum. Während des restlichen Jahres, insbesondere bei Tauf- und Trauergottesdiensten soll es dann einen kleineren Osterkerzenständer geben, der dann leicht zu verstellen ist.

Umstritten ist, ob es in unserer Kirche Apostelleuchter geben soll. Bisher waren die nicht drin und wurden auch kaum vermisst. Erstaunlicherweise scheint der sonst eher puristische Architekt eine Anbringung zu forcieren, während der Bauausschuss eher zögerlich ist. Alle wollen da noch mal drüber schlafen.

Der erst vor kurzem angeschaffte Liedanzeiger soll auch in der neuen Kirche verwendet werden.

 Am Schluss gab es noch eine lebhafte Diskussion darüber, ob es im Windfang nicht doch wenigstens eine Ablage für Pfarrbriefe geben sollte. Kann der angestrebte Purismus denn durchgehalten werden oder taucht sonst nicht, über kurz oder lang, das unvermeidliche Beistelltischchen auf? Einig ist man sich freilich, dass es kein Zettelsammelsurium in der Kirche geben soll. Aber vielleicht ist ein Zugeständnis im Windfang unter dem Strich besser als ein Tischchen im Kirchenraum selbst.

Das nächste Treffen wurde für März vereinbart. Mal sehen, wie weit wir dann mit dem Bau schon sind.