Nikolaustag in Sankt Michael

Am 6. Dezember ist immer besonders viel los in Sankt Michael. Zu Tagesbeginn müssen alle Schuhe abgesucht werden um zu schauen, ob der Heilige Nikolaus vielleicht schon was während der Nacht vorbeigebracht hat. Die Frühaufsteher gingen dann schon um 6.00 Uhr zur Rorate-Messe mit anschließendem Frühstück. Hier, wie auch im zweiten Gottesdienst um 9.00 Uhr war viel vom Bischof von Myra die Rede. Er selbst aber war nirgends zu sehen.

Das änderte sich erst, als die Sonne unterging. Inzwischen waren viele Kinder mit ihren Eltern und Großeltern in die Kirche gekommen und warteten. Der muss doch noch vorbeikommen! Tatsächlich - kurz nach 17.00 Uhr klopfte es plötzlich an der Türe. Da stand er endlich, der heilige Mann, bepackt mit zwei großen Säcken voller süßer Gaben. Die meisten Kinder wussten schon, dass der Nikolaus „lieb“ ist und „ein Herz für Kinder“ hat. Auch, dass er „rot angezogen“ sei und als „Bischof“ in einer fernen Stadt lebte. Den Rest erfragte dann Pater Joos von ihm selbst. Vor allem die Geschichte mit dem reichen Erbe sollte er erzählen. Nikolaus hat sein Erbe nämlich damals in Myra einer bedürftigen Familie vermacht, damit die drei Töchter ordentlich verheiratet werden konnten. Teilen macht Freude. Und deshalb wurden dann auch bald die beiden Säcke geöffnet und jedes Kind bekam einen echten Schokonikolaus, der fast genauso aussah, wie der Mann, der vor ihnen stand. Die ganze Begegnung dauerte keine halbe Stunde. Aber sie sorgte für fröhliche Gesichter bei Jungen und Alten. Herzlichen Dank Herrn Gerd Bergemann für die tolle Begleitung an Klavier und Orgel und Herrn Stephan Grüneberg alias Nikolaus von Myra.