Venite, adoremus!

Stille und Gebet am 3. März

Am vergangenen Montag, 3. März, gab es wieder einen Anbetungsabend in Sankt Michael. Der Bruder-Jordan-Kreis hatte eingeladen, solange zu bleiben, wie man möchte, und erfreulich viele haben die Einladung angenommen: Etwa 20 Beter waren stundenlang dabei, andere kamen für ein paar Minuten dazu. Sie alle suchten die direkte Begegnung mit Jesus Christus und konnten Ihm vor allem in der Stille nahe sein.
Um 20 Uhr begann der Abend mit der feierlichen Verehrung des Allerheiligsten in der Monstranz und dem gemeinsamen Gebet des Andachtsabschnitts „Lebendiges Brot“ aus dem neuen Gotteslob. In den folgenden Stunden der Stille konnte sich jeder seine Gedanken machen zum Thema Anbetung. Mir kamen zwei bekannte Gesänge in den Sinn. Unsere letzte Anbetung gab es zu Weihnachten und sie wurde eröffnet mit dem Lied „Nun freut euch, ihr Christen“ mit dem Refrain „Kommt, lasset uns anbeten“, „Venite, adoremus!“. Jetzt stehen wir kurz vor Beginn der Fastenzeit, in der wir Leiden und Tod Jesu betrachten werden. Und dieselben Worte, die zu Weihnachten die freudige Reaktion auf die Geburt Jesu waren, erklingen ganz anders am Karfreitag zur Kreuzverehrung wieder: „Seht, das Holz des Kreuzes, an dem das Heil der Welt gehangen. Kommt, lasset uns anbeten.“ Venite, adoremus!
Später haben wir noch zwei Psalmen gebetet, die immer wieder in der Komplet, dem Nachtgebet der Kirche, erklingen: Psalm 4, dem das Motto des Abends entnommen war („DU legst mir größere Freude ins Herz, als andere haben bei Korn und Wein in Fülle!“), und Psalm 134, in dem es heißt: „Wohlan, nun preiset den Herrn, all ihr Knechte des Herrn, die ihr steht im Hause des Herrn, zu nächtlicher Stunde.“ Mit einem schlichten Segen endete der Abend um 23 Uhr.
Herzlichen Dank allen, die dabei waren! Die nächste längere Anbetung wird es voraussichtlich am Gründonnerstag geben und natürlich beim Nightfever am 2. Mai. Bis dahin sind alle herzlich eingeladen zur „Christus-Meditation“, jeden Donnerstag um 18:00 Uhr, denn auch das ist ja nichts anderes als 20 Minuten stille Anbetung.