Zweite Tea Time international mit vielen Flüchtlingen und Helfern!

Fröhliches Miteinander von Inländern und Ausländern

Bereits zum zweiten Mal fand eine Tea Time International im Gemeindesaal von Sankt Michael statt. Wieder platzte der größte Raum der Gemeinde aus allen Nähten. 

Aber es waren auch wieder viele Flüchtlinge aus vielen Ländern gekommen, sowie Mitglieder der Gemeinde Sankt Michael oder auch neue Gesichter. Wieder gab es alle Altersklassen, von ganz Kleinen zu ganz Großen, ganz jungen und schon ziemlich alten.

Zwei junge Männer möchten gerne Mechaniker werden. Ein anderer daneben war im Irak Mathematiklehrer - solche müssten doch auch im PISA schwächelnden Deutschland gebraucht werden? 

Es gab mehrere Einlagen. Samah Al Jundi las eine Sure aus dem Koran vor. Dann ergriff der katholisch-armenische Diakon Hacub Sahinian stimmgewaltig das Wort und sang ein rhythmisches Lied sowie das kurze und bekannte Lied "Amen" in mehreren "Sprachen": Amin (Arabisch), Äimän (Englisch) und sonstigen - so macht Fremsprachen lernen Spass und es gibt schnelle Lernfortschritte für alle.

Mit an einem Tisch war auch Superintendent Friedrich Selter in engagiertem Gespräch. Aber ob die Gesprächspartner überhaupt wissen, was ein Superintendent ist? An diesem Nachmittag waren solche Äußerlichkeiten freilich wieder einmal zweitrangig. Um sich besser kennenzulernen hatte man Klebbänder und Filzstifte ausgeteilt: Der Vorname reicht dabei völlig!

Samah aus Syrien ist bereits fünf Monate hier und wurde kurz interviewt. Sie spricht Arabisch und Englisch. Was brauchen Flüchtlinge am dringendsten? So lautete eine Frage. Die Antwort kam aus mehreren Ecken des Saales gleichzeitig: Accomodation - Unterkunft! D.h. natürlich eine "normale" Unterkunft außerhalb eines Flüchtlingsheimes. Andere wollen arbeiten. Manche meinen, dass Deutsch lernen das Wichtigste sei. Hier werden auch Bereiche sichtbar, wo das Format der Tea Time an seine Grenzen stößt und andere Einrichtungen gefordert sind.

Herzlichen Dank einmal mehr allen, die dieses tolle Kaffee- und Teetrinken organisiert haben. Das gilt besonders für das Leitungsteam um P. Kramm, Christine Detering, der Familie Konermann und Anne Marie Besette mit ihrem Mann Jean an der Spülfront. Vergelt's Gott den treuen Seelen der Gemeinde Sankt Michael für's Kuchen backen! Und danke auch den Helferinnen und Helfern, von denen wir nur den - auf Klebstreifen aufgeklebten - Vornamen wissen.

Die nächste Tea Time gibt es erst wieder am 19.3. Bis dahin wird man an der einen oder anderen Stellschraube noch etwas drehen müssen, aber im Großen und Ganzen hat sich das Format bewährt. Mal sehen, was der großen Politik bis dahin so eingefallen ist...